Begasung der Pfarrkirche von 16. bis 20. März

Nach einer langen und intensiven Vorbereitungszeit beginnen mit der Begasung am 16. März die Arbeiten für die Innensanierung.

Das Gutachten zur Restaurierung der Altäre und Statuen weist auf sehr starken Anobienbefall hin und empfiehlt die Begasung aller Holzeinrichtungen, da mit chemischen Methoden die gänzliche Vernichtung nicht garantiert werden kann. Der Holzwurm ist die Larve des Gemeinen Nagekäfers (Anobium punctatum), der ausgewachsen ca. 5 mm groß wird. Zur Fortpflanzung werden 3 bis 4 Eier in die Risse von Holzoberflächen gelegt. Die Larven, die bis zu 10 mm lang werden, richten den größten Schaden an, da sie sich 5 bis 10 Jahre durch das Holz bohren. Zwischen März und Juni durchfrisst das fertige Insekt die Holzoberfläche und hinterlässt ein charakteristisches Flugloch.
 
Zur nachhaltigen Bekämpfung dieses Schädings wird unsere Kirche mit Sulfuryldifluorid begast, eine Methode die schon seit den 50er Jahren für die Schädlingsbekämpfung in Kirchen verwendet wird. Die Begasung wird von Montag, 16. März bis Freitag, 20. März 2015 von der Firma Brinker Materialschutz GmbH durchgeführt.
 
Während der Begasung werden seitens der Pfarre einige Sicherheitsvorkehrungen getroffen und wir bitten im eigenen Interesse um strikte Einhaltung:

  • Die Pfarrkirche ist versperrt und darf aus Sicherheitsgründen nicht betreten werden.
  • Da der Friedhof direkt an die Kirche angrenzt, wird er vom Begasungsleiter teilweise oder möglicherweise sogar zur Gänze gesperrt. Die gesperrten Bereiche werden durch entsprechende Vorkehrungen (Absperrbänder, Absperrseile, …) deutlich gekennzeichnet und dürfen auf keinen Fall betreten werden. Wir bitten um Verständnis, dass die Gräber in den gesperrten Bereichen während der Begasungszeit nicht besucht und gepflegt werden können.
  • Grenzen Stellplätze für Fahrzeuge etc. direkt an die Kirche an, so müssen diese während der Begasung gesperrt und die Fahrzeuge rechtzeitig vorher entfernt werden. Für die Abdichtarbeiten an den Kirchenfenstern werden fahrbare Arbeitsbühnen bzw. Gerüste eingesetzt, und die Fahrzeuge dürfen nicht behindern werden.

 
Nach der Freigabe durch den Begasungsleiter können sowohl die Kirche als auch der Friedhof wieder gefahrlos betreten werden - das wird voraussichtlich ab Samstag, 21. März der Fall sein.
Die Gottesdienste vom 22. März bis zum 6. April können in der Kirche abgehalten werden. Alle Statuen im Kirchenschiff, alle Kreuzwegstationen, der Marienaltar und zum Teil auch der Herzjesualtar werden am diesem Zeitpunkt nicht mehr vorhanden sein, sie werden unmittelbar nach der Begasung in die Restaurierungswerkstätte der Firma Kallinger gebracht. Auch der Hochaltar ist ab der Begasung schon mit einem Schutzvlies eingehüllt. Er muss während der Stemm-, Verputz- und Malerarbeiten geschützt werden. Die Restaurierung wird ab Sommer vor Ort durchgeführt.